Begrenzte Bewegungsfreiheit im Bild

Seit Monaten schient die Welt irgendwie still zu stehen. Die Bewegungsfreiheit ist enorm eingeschränkt. Auch wenn wir einen relativ "offenen" Sommer hinter uns haben, so war er doch anders. Keine Festivals. Kein Tanzen und keine Kunst. 

Ich, die normalerweise auf sehr großen Leinwänden arbeitet und dabei auch vollen Körpereinsatz zeigt, wollte diese Einschränken auch auf meinen Malgrund übertragen. 

So entstand die Idee mir die Hände mit Tape verbinden zu lassen, so eng das eine freie Bewegung der Arme nicht mehr möglich war. 

Mein Mann hat mir dann die Hände zusammen gebunden, und ich habe in dieser Begrenzung einige Werke geschaffen, die diese Bewegungseinschränkung "symbolisieren" 

Auch der Malgrund an sich wurde enorm verkleinert auf das Format 46 x 60 cm. 

Die Bild Reihe finden Sie in der Kategorie "kleine Ölgemälde" in meinem Katalog. 

Es war eine enorm emotionale Erfahrung, denn ich konnte nicht so wie ich wollte. Konnte die Farbe nicht werfen, keine ausschweifenden Bewegungen machen. 

Was machen all diese Einschränkungen mit uns?
Wie wirkt sich das auf unser Leben aus, auf unsere Kunst? Gibt es Hoffnung?

Ihre 
Manja McCade